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#289841 - 03/01/2009 09:46 Studieren in Deutschland
Mahdia_haeti Offline
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Beiträge: 3077
Ort: Baden Württemberg
Hallo, ich brauche verschiedene Infos und suche schon den ganzen Morgen...

Kann mir jemand sagen:
-wo ich Infos finde für einen Tunsi der in D studieren will?
-was muss der für ihn Bürgende aufbringen, nachweisen oder was auch immer?
-was muss er sprachmässig(er spricht recht gut deutsch) für Voraussetzungen haben?

Hintergrund ist folgender:

Tunsi hat Abitur gemacht in Tunesien und dort an der Universität studiert. Wird jetzt dann bald fertig sein und will nach dem Abschluss in D 2-4 Semester weitermachen um den deutschen Abschluss(Ingeneur) ebenfalls zu haben.
Studiengangmässig hat/haben er/wir sich/uns erkundigt, das geht, aber ich finde nirgens die Info was an Nachweisen, Kohle usw aufzubringen ist....
Hab mal gehört dass der Bürgende ein Einkommen pro Jahr von 6-8000€ vorweisen muss, stimmt das?

Würde mich freuen wenn evt. *Profis* mit neuestem Sach,-Kenntnisstand mir weiterhelfen könnten.
lg Yvonne


Bearbeitet von Mahdia_haeti (03/01/2009 09:48)

hoch
#289842 - 03/01/2009 10:35 Re: Studieren in Deutschland [Re: Mahdia_haeti]
Nela Offline
Mitglied*

Registriert: 02/12/2002
Beiträge: 3079
Ort: hier

Hier mal ein (hoffentlich nützlicher) Link:

http://studieren.de/auslaendische-studierende.0.html

s27



hoch
#289843 - 03/01/2009 10:50 Re: Studieren in Deutschland [Re: Mahdia_haeti]
Karmoussa Offline
Mitglied*

Registriert: 17/06/2004
Beiträge: 5235
Ort: Süden
Antwort auf:
dass der Bürgende ein Einkommen pro Jahr von 6-8000€ vorweisen muss,

das wäre ein bisschen arg wenig...

wenn jemand aus eigenen mitteln hier studieren will, muss er ein guthaben auf einem sperrkonto der deutschen bank in höhe von 7200 € vorweisen können, da von 600 euro pro monat bedarf zur lebenshaltung ausgegangen wird. mehr kann pro monat von diesem konto auch nicht abgehoben werden. wenn jemand eine VE für ihn macht, muss er die selben einkommensnachweise wie für ein besuchsvisum beibringen.
seinen vorhandenen abschluss muss er meist von der zeugnisanerkennungsstelle des bundeslandes, in dem er studieren will, anerkennen lassen. daneben muss er (siehe link oben) deutschkenntnisse nachweisen, die ihn befähigen, an einer deutschen universität oder fh zu studieren. diese tests sind unterschiedlich schwer, in insiderkreisen gehen adressen der unis rum, wo sie am leichtesten zu bestehen sind, die kosten für mehrere tests (was viele tun, um die chance auf erfolg zu erhöhen) sind in der summe aber nicht unerheblich. auch erfolgt für ausländische studenten keine befreiung der studiengebühr, es können da also auch nochmal zwischen 200-1000 euro (an manchen privaten instituten sogar noch weit mehr) anfallen. die krankenversicherung schlägt mit ca 60,-- pro monat zu buche, während eines vorbereitenden sprachkurses ist eine private kv abzuschliessen, da die gesetzliche erst ab studentenstatus in frage kommt.
unterkünfte liegen, je nach uni-stadt, zwischen 150 und 400 euronen, sicher gibts auch noch teurere, billigere aber höchst selten. eine monatskarte oder sonstige tickets können auch noch mal ein gewaltiges loch in die kasse reissen - und bis jetzt hat der potenzielle student noch keinen happen gegessen und gnade ihm gott, wenn er raucher ist, dann hat er die wahl zwischen fluppen und dosensuppe, denn weiter reicht die kohle nicht.
arbeiten darf er (nach dem sprachkurs, während dessen es keine eingeschränkte arbeitserlaubnis gibt) 90 ganze oder 180 halbe tage im jahr. wenn er techniker ist und evtl. das glück hat, da für 6-8 wochen einen vergleichsweise gut bezahlten ferienjob in der industrie zu kriegen, kann er ein bisschen die kasse aufstocken, ansonsten liegen die verdienstspannen bei den typischen studi-jobs zwischen 5+7 euro, in der gastronomie (sofern es keine fastfoodkette ist) kann man noch auf ein bisschen trinkgeld hoffen.

es geht durchaus, als ausländer in D zu studieren - aber leicht ist es nicht.
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#289844 - 03/01/2009 11:12 Re: Studieren in Deutschland [Re: Karmoussa]
Mahdia_haeti Offline
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Registriert: 05/06/2007
Beiträge: 3077
Ort: Baden Württemberg
Unterunft, Essen... solche Sachen stehen nicht zur Debatte, das ist alles vorhanden...

Mir war allerdings nicht bekannt dass diese 7000€ auf ein Konto kommen. Ich war immer der Meinung wenn man einen Bürgen hat der genug Einkommen im Jahr nachweisen kann genügt das?

hoch
#289845 - 03/01/2009 11:15 Re: Studieren in Deutschland [Re: Karmoussa]
LOE110119 Offline
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Original geschrieben von: Karmoussa

wenn jemand aus eigenen mitteln hier studieren will, muss er ein guthaben auf einem sperrkonto der deutschen bank in höhe von 7200 € vorweisen können, da von 600 euro pro monat bedarf zur lebenshaltung ausgegangen wird. mehr kann pro monat von diesem konto auch nicht abgehoben werden. wenn jemand eine VE für ihn macht, muss er die selben einkommensnachweise wie für ein besuchsvisum beibringen.

Das ist bei jeder ABH anders. Würde daher einfach bei der eigenen unverbindlich anrufen und nachfragen wink
Meine ABH verlangt keine Sperrkonten! Möglichkeiten der Nachweise wie ein Stdium finanziert werden kann gibt es viele.........von dem her, anrufen!
LG Simla

hoch
#289846 - 03/01/2009 11:20 Re: Studieren in Deutschland [Re: LOE110119]
Mahdia_haeti Offline
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Danke Simla, ich dacht doch das hab ich von Freiburg nie gehört.
Ich werde anrufen am Montag....

hoch
#289847 - 03/01/2009 11:20 Re: Studieren in Deutschland [Re: Mahdia_haeti]
LOE110119 Offline
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#289848 - 03/01/2009 11:23 Re: Studieren in Deutschland [Re: Mahdia_haeti]
LOE110119 Offline
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Original geschrieben von: Mahdia_haeti

-was muss der für ihn Bürgende aufbringen, nachweisen oder was auch immer?

Bei unserer ABH wird bei einer Abgabe einer VE kein Unterschied gemacht ob der Gast als Besucher, Student, oder Familienzusammenführung kommt. Die Voraussetzungen sind bei uns die gleichen.
LG Simla

hoch
#289855 - 03/01/2009 12:28 Re: Studieren in Deutschland [Re: Mahdia_haeti]
bandy Offline
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Habe dir eine PM gesendet
lg
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#289894 - 03/01/2009 19:09 Re: Studieren in Deutschland [Re: LOE110119]
Karmoussa Offline
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ich sagte auch, wenn jemand das aus eigenen mitteln finanzieren will, nicht dann, wenn jemand eine VE für denjenigen macht. das zum 1.

und das sperrkonto verlangt auch nicht die abh, sondern ggf. die deutsche botschaft im heimatland des studenten, weil er nämlich dort das visum beantragt, im regelfalle, sobald er die zulassung einer uni in händen hat. ein anruf bei der abh wäre also ziemlich sinnarm in diesem moment, da dann ggf. die abh der stadt, in der studiert wird, zuständig ist.
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#289895 - 03/01/2009 19:10 Re: Studieren in Deutschland [Re: Mahdia_haeti]
Karmoussa Offline
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dann hat derjenige bereits eine zulassung an der uni freiburg?
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#289898 - 03/01/2009 19:54 Re: Studieren in Deutschland [Re: Karmoussa]
LOE110119 Offline
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Beiträge: 4529
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Original geschrieben von: Mahdia_haeti

-was muss der für ihn Bürgende aufbringen, nachweisen oder was auch immer?

.....kann nur die ABH des Gastgebers beantworten
s27 Simla

hoch
#289905 - 03/01/2009 21:05 Re: Studieren in Deutschland [Re: LOE110119]
Nela Offline
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Beiträge: 3079
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Bedeutet das also:

- mit Bürgschaft --> ABH am Wohnort des Gastgebers

- ohne Bürgschaft --> ABH am Studienort

confused

hoch
#289914 - 04/01/2009 10:39 Re: Studieren in Deutschland [Re: Nela]
Karmoussa Offline
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Beiträge: 5235
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Antwort auf:
Einreise zum Studium
Angehende Studenten, die nicht nach § 9 Absatz 1 DVAuslG Visumfreiheit genießen, benötigen zur
Einreise und zum anschließenden Aufenthalt ein Visum, das sie bei der für ihren Wohnsitz zuständigen
berufskonsularischen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in ihrem Heimatland beantragen.
Diese Visa bedürfen der Zustimmung durch die für den vorgesehenen Aufenthaltsort zuständige
Ausländerbehörde. Die Zustimmung kann durch ein so genanntes Schweigefristverfahren
ersetzt werden.
Das Visumverfahren
Die Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland übermitteln dem BVA Köln die Personaldaten
des Visumbewerbers sowie den Zweck des Aufenthalts. Das BVA führt die erforderlichen
Registerabfragen durch und schickt eine Ankündigung per Fax an mein Einreisesachgebiet. Mit den
jeweiligen Personalien wird ein Datensatz aufgebaut.
Voraussetzung für ein Studium in Deutschland sind die Hochschulzugangsberechtigung und der
Nachweis, dass der Aufenthalt finanziell abgesichert ist.
Die Hochschulzugangsberechtigung ist auch dann gegeben, wenn der Bewerber an der Eignungsprüfung
und anschließend am Studienkolleg teilnehmen kann.
Die finanzielle Absicherung kann durch
- Abgabe einer Verpflichtungserklärung gegenüber der Vertretung im Heimatland
- Abgabe einer Verpflichtungserklärung gegenüber der Ausländerbehörde
- Nachweis eines Guthabens in Höhe des zwölffachen BaföG-Satzes
belegt werden.
Wird eine Verpflichtungserklärung abgegeben, hat der Verpflichtungsgeber nachzuweisen, dass er
in der Lage ist, diese Verpflichtung einzugehen.
Hat der Bewerber bereits gegenüber der Vertretung nachweisen können, dass alle Voraussetzungen
für die Visumerteilung erfüllt sind, kann diese bei der Übermittlung der Daten an das BVA angeben,
ein Schweigefristverfahren durchzuführen. Für die Ausländerbehörden ist dies der Hinweis,
dass alle formalen Voraussetzungen gegeben sind. Liegen keine Erkenntnisse vor, die gegen eine
Visumerteilung sprechen, lässt die Ausländerbehörde die Schweigefrist von drei Wochen und zwei
Arbeitstagen verstreichen. Danach wird das Visum erteilt. Liegen Erkenntnisse vor, unterbricht die
Ausländerbehörde die Frist und gibt nach Abschluss der durchzuführenden Prüfung die erforderliche
Stellungnahme ab.
Wird kein Schweigefristverfahren durchgeführt, prüft die Ausländerbehörde, ob die Voraussetzungen
für die Studienaufnahme erfüllt sind. Regelmäßig fehlt der Finanzierungsnachweis. Häufig wird
eine Garantieperson in Deutschland benannt. Diese wird um Vorsprache mit Einkommensnachweisen
und Personaldokument gebeten. Ist das Einkommen ausreichend, stimmt die Ausländerbehörde
der Visumerteilung zu.
Da die Antragsunterlagen mit der Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes versandt werden, dauert
allein der Postweg zwischen drei und acht Wochen. Das durchschnittliche Visumverfahren dauert
ca. zehn Wochen. Sind Akten von anderen Ausländerbehörden anzufordern oder wird die Referenzperson
gewechselt, sind längere Zeiträume denkbar.
Neben der Prüfung der materiellrechtlichen Voraussetzungen soll die Auslandsvertretung auch eine
Einschätzung zur Studienwilligkeit und -fähigkeit abgeben, was regelmäßig dann geschieht, wenn
der Bewerber schlechte Zeugnisse hat oder sein Auftreten den Verdacht nahe legt, dass er sich lediglich
ein Visum verschaffen will. Insbesondere bei Bewerbern, die schon ein oder mehrere Studiengänge
im Heimatland abgebrochen haben, kann nicht unbedingt von einem späteren, ordentlichen
Studienverlauf ausgegangen werden. Ähnliches gilt für lebensältere Bewerber, die u.U. bereits
seit mehreren Jahren berufstätig sind.
Aufenthalt zum Studium
Nach erfolgter Einreise sucht sich der Student zunächst Wohnraum. Anschließend melden sich die
Studenten, die zunächst Deutsch lernen müssen, in einer Sprachschule an. Danach wird bei der Ausländerbehörde
der Aufenthalt beantragt. Hierfür ist die Bescheinigung der Sprachschule nötig. Studienbewerber,
die die Zulassung beantragt haben und bereits den Besuch von Sprachkursen nachgewiesen
haben, melden sich an der Universität. Vor der Zulassung muss eine Eignungsprüfung
abgelegt werden. Je nach Ergebnis wird der Bewerber
- unmittelbar zum Studium zugelassen
- oder muss einen außeruniversitären Sprachkurs besuchen
- oder das Studienkolleg durchlaufen
- oder wird – in seltenen Fällen – gar nicht zum Studium zugelassen.
Nach Besuch des Sprachkurses und/oder des Studienkollegs folgt nochmals die Eignungsprüfung.
Nach erfolgreicher Eignungsprüfung erhalten die Studienbewerber vom Immatrikulationsbüro die
bedingte Zulassung, die der Ausländerbehörde vorgelegt wird. Sofern es nur an der Aufenthaltsbewilligung
mangelt, wird diese für ein Jahr erteilt. Gleiches gilt, wenn auch noch die Krankenversicherung
fehlt, diese nun aber der Ausländerbehörde gegenüber nachgewiesen werden kann. Fehlen
jedoch noch weitere Unterlagen für die Immatrikulation, wird die Bewilligung für sechs Monate
erteilt.
In der Folgezeit wird die Aufenthaltsbewilligung für je zwei Jahre erteilt. Wurde die Finanzierung
als Eigenfinanzierung (Guthaben) nachgewiesen, ist bei jeder Verlängerung der Nachweis nötig,
dass regelmäßige Überweisungen eingehen. Ist die Finanzierung durch Verpflichtungserklärung
gesichert, wird ein Nachweis nur gefordert, wenn der Verdacht besteht, dass die Finanzierung nicht
mehr gesichert ist. Bei Erreichen der durchschnittlichen Studiendauer wird der Student darauf hingewiesen,
wie lange er noch mit der Verlängerung seines Aufenthalts rechnen kann. Dieser Hinweis
erfolgt schriftlich.
Die zulässige Höchstdauer errechnet sich aus der durchschnittlichen Studiendauer zuzüglich drei
Semester. Ist diese Zeit abgelaufen, wird der Student zur beabsichtigten Versagung des weiteren
Aufenthalts angehört. Kann der Student jedoch nachweisen oder glaubhaft machen, dass die eingetretene
Verzögerung nicht in seinem Einflussbereich lag, kann die Aufenthaltsbewilligung nochmals
kurzfristig verlängert werden.
Promotion
Im Anschluss an das Studium ist die Promotion möglich. Zunächst muss der Student die Studiendauer
eingehalten haben. In der Tatsache, dass der Promotionsausschuss den Studenten zur Promotion
zugelassen hat, ist bereits das öffentliche Interesse am Wechsel des Aufenthaltszwecks gemäß
§ 28 Absatz 3 AuslG zu sehen. Die Promotionsdauer wird ebenfalls als Durchschnittswert von der
Universität vorgegeben.

Aufenthalt nach dem Studium
Im Anschluss an das Studium kann die praktische Tätigkeit zur Vertiefung des erworbenen Wissens
und zum Erwerb praktischer Erfahrungen erlaubt werden. Voraussetzung hierfür ist die Arbeitsgenehmigung,
die das zuständige Arbeitsamt der Ausländerbehörde gegenüber zusichert.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach dem Studium in Forschung und Lehre tätig zu werden.
Regelmäßig benötigen Akademiker, die an öffentlichen bzw. öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen
beschäftigt werden, keine Arbeitsgenehmigung. In diesen Fällen liegt das öffentliche
Interesse i.S. des § 28 Absatz 3 AuslG immer vor.
Schlussbemerkung
Grundsätzlich ist festzustellen, dass ausländische Studenten zunächst mit erheblichen sprachlichen
Problemen zu kämpfen haben. Eventuelle Bildungsdefizite können relativ problemlos durch das
Studienkolleg ausgeglichen werden. Sprachprobleme hingegen sind erheblich schwerer zu kompensieren
und erschweren, insbesondere bei großer kultureller Entfernung des Heimatlandes, ein zügiges
Studium. Die vorgesehenen Vorbereitungszeiten für das Erlernen der deutschen Sprache (ein
Jahr) wie auch die Höchstdauer für die gesamte Vorbereitung von zwei Jahren sind für einige Bewerber
unter Umständen zu kurz. Insbesondere der Wunsch, Deutsch in Deutschland lernen zu wollen
und somit ohne Vorkenntnisse einzureisen, wirkt sich negativ auf die Sprachkenntnisse zum
Zeitpunkt der Aufnahme des Studiums aus.


Antwort auf:
Angehörige anderer Staaten (Drittstaaten) müssen in der Regel vor der Einreise im Heimatland bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung ein Visum zu Studienzwecken beantragen. Dafür benötigen sie

die Zulassung der Universität
einen Krankenversicherungsschutz
einen Nachweis über eventuell bereits erbrachte Studienleistungen
einen Nachweis über eventuell vorhandene Deutschkenntnisse oder einen geplanten Sprachkurs in Deutschland
sowie eventuell Unterlagen, welche die Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studiums belegen (Finanzierungsnachweis).
Es ist auch möglich, ein sog. Studienbewerbervisum zu beantragen, wenn noch nicht genau feststeht, an welcher Universität man studieren möchte.

Nach der Einreise wandelt die zuständige Ausländerbehörde das Visum in eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Studiums um. Spätestens hier wird nun der Finanzierungsnachweis benötigt. Die Aufenthaltserlaubnis wird zunächst für zwei Jahre erteilt und kann nach deren Ablauf verlängert werden. Die Verlängerung ist von einem ordnungsgemäßen Verlauf des Studiums abhängig und muss vor Ablauf der Gültigkeitsdauer beantragt werden.

Der Finanzierungsnachweis soll belegen, dass zunächst für die Dauer eines Jahres
ausreichende finanzielle Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts vorhanden sind. Dadurch wird sichergestellt, dass Studierende während ihres Aufenthalts in Deutschland keine Sozialleistungen des deutschen Staats in Anspruch nehmen müssen. Studierende und Studienbewerber aus einem Drittstaat müssen Mittel in Höhe des BAFöG-Förderhöchstsatzes nachweisen (derzeit monatlich i.d.R. 585 EUR, also 7020 EUR pro Jahr).

Der Finanzierungsnachweis kann erbracht werden durch:

entweder die Darlegung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Eltern (bestätigt durch die Botschaft)
oder eine Verpflichtungserklärung einer Person, die in Deutschland ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat und eine mindestens noch ein Jahr lang gültige Aufenthaltserlaubnis oder eine Niederlassungserlaubnis besitzt (in Frage kommen also beispielsweise in Deutschland lebende Verwandte oder Freunde). Diese Person muss bei der Ausländerbehörde persönlich vorsprechen, ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen legen und sich verpflichten, für die Kosten des Lebensunterhaltes des bzw. der ausländischen Studierenden aufzukommen.
oder die Einzahlung einer Sicherheitsleistung auf einem Sperrkonto in Deutschland. Hierfür eröffnet man bei einer Bank in Deutschland ein Sparbuch oder Sparkonto und zahlt die für ein Jahr erforderlichen 7020,-€ darauf ein. Die Ausländerbehörde kann dann eventuell einen Sperrvermerk der Bank verlangen, der die monatlich entnehmbaren Mittel begrenzt.
oder die Hinterlegung einer jährlich zu erneuernden Bankbürgschaft bei einem Geldinstitut im Bundesgebiet
oder durch Stipendien aus deutschen öffentlichen Mitteln oder Stipendien einer in Deutschland anerkannten Förderorganisation oder Stipendien aus öffentlichen Mitteln des Herkunftslandes, wenn das Auswärtige Amt, der Deutsche Akademische Austauschdienst oder eine sonstige deutsche stipendiengebende Organisation die Vermittlung an die deutsche Hochschule übernommen hat.
Für die Bearbeitung von Anträgen werden bei der Ausländerbehörde Gebühren fällig. Die Ausländerbehörde in München z.B. verlangt derzeit:

50,00€ für die Ersterteilung der Aufenthaltserlaubnis bis zu einem Jahr
60,00€ für die Ersterteilung der Aufenthaltserlaubnis von mehr als einem Jahr
15,00€ für die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis um bis zu drei Monate
30,00€ für die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis um mehr als drei Monate
25,00€ für die Bearbeitung einer Verpflichtungserklärung

Für ausländische Hochschulabsolventen, die ihr Studium in Deutschland
erfolgreich abgeschlossen haben, kann die Aufenthaltserlaubnis bis zu einem Jahr zur Suche nach einem Arbeitsplatz verlängert werden. Dieser Arbeitsplatz muss dem Hochschulabschluss angemessen, das Gehalt dem eines deutschen Arbeitnehmers vergleichbar sein. Wenn Hochschulabsolventen einen geeigneten Arbeitsplatz finden, kann die bisherige Aufenthaltserlaubnis in eine vorerst befristete Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit umgewandelt werden. Nach fünf Jahren kann eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt werden. Seit dem 16. Oktober 2007 wird bei ausländischen Absolventen deutscher Hochschulen, unabhängig von der Fachrichtung, auf die Vorrangprüfung verzichtet.


http://www.tunis.diplo.de/Vertretung/tun...eutschland.html
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/WillkommeninD/LernenUndArbeiten/Studium/WusstenSie.html
http://www.tunis.diplo.de/Vertretung/tunis/de/01/Visabestimmungen/Visabestimmungen.html
http://www.tunis.diplo.de/Vertretung/tunis/de/01/Visabestimmungen/pdf__student__deutsch,property=Daten.pdf
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#289917 - 04/01/2009 10:51 Re: Studieren in Deutschland [Re: Karmoussa]
sunnygirl1975 Offline
Mitglied

Registriert: 20/05/2007
Beiträge: 1396
Ort: Deutschland
guten morgen,

ich hab mir jetzt die ganzen langen texte und auszüge nicht wirklich detailliert durchgelesen *schäm*
ich weiß nur, wie es im oktober 2007 war bzw welche auskünfte damals die dt. botschaft und die hiesige abh gaben:

* VE hier für den angehenden studenten abgeben - mitzubringen gehaltsnachweise & mietvertrag - erspart ihm/ihr die einlage der rund 7000 euro auf einem konto
* uni-nachweise von TN, am besten bereits inkl. deutschkenntnissen erlangt an der uni
* jedoch nichts wie A1 oder dergleichen; level DSH /Test DAF kann im bundesgebiet erlangt werden - visum berechtigt zu einem jahr vorbereitenden sprachkursen, unieinschreibung bei visabeantragung NICHT nötig, man darf sich hier detailliert darum bemühen (sollte bei vorsprache in tunis jedoch über möglichkeiten schon ein wenig bescheid wissen)
* KV für Dtl. - hatten wir hier abgeschlossen, wenn ich mich recht entsine für 12 monate mit ca. 40 euro / mtl., zahlbar monatlich, ab einreise
* damalige aussae der abh hier: visum berechtigt zu studentenjobs. 1 jahr kann zur erlangung DSH / Test DaF genutzt werden, ggfs verlängerung möglich. in dem zeitraum muss einschreibung an der uni erfolgen. vias wird im rahmen der regelstudienzeit dann auch verlängert. nach studienabschluss verlängerung mgl zur arbeitssuche.
der herr der abh meinte augenzwinkernd, dass man den visumszweck durchaus auch abändern könne, falls der studierende plötzlich heiratet, plötzlich vater wird, plötzlich dies, plötzlich das....

die botschaft in tunis bestätigte damals per mail, dass die VE aus D und die KV in D ausreichen.

vll hat das ein wenig weitergeholfen.
lg & gutes gelingen,
sandra

hoch
#289979 - 04/01/2009 18:55 Re: Studieren in Deutschland [Re: sunnygirl1975]
Mahdia_haeti Offline
Mitglied*

Registriert: 05/06/2007
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Ort: Baden Württemberg
vielen Dank erstmal, ich werde Euch weiter auf dem laufenden halten.....

Mal sehen wie das alles so laufen wird...

lg Yvonne

hoch