Ein Transitvisum für Libyen zu erhalten ist eine Herausforderung - und die einzige Möglichkeit, ohne staatlichen Aufpasser durch das abgeschottete Land zu reisen
von Isa Ducke und Natascha Thoma
Vor den Überresten der Markthalle in Leptis Magna steht noch das steinerne Normmaß: Eine punische Elle ist ein wenig länger als ein römischer Fuß. Die Marktschreier sind zwar verschwunden, aber zur Linken dehnen sich noch marmorne Säulenwälder aus, dahinter gleißt dunkelblau das Mittelmeer.
Ein syrisches Paar bittet uns, ein Foto von ihnen vor den Bögen des Marktrondells zu machen. Sie kommen aus Damaskus und verbringen ihren Urlaub in Libyen, um die fantastisch erhaltenen antiken Stätten zu besichtigen. Für sie war es nicht schwer, ein libysches Touristenvisum zu bekommen. Westliche Ausländer dagegen kommen nicht so leicht ins Land. Im Frühjahr 2010 wurde die Visumsvergabe an Europäer vorübergehend sogar komplett eingestellt, nachdem sich Libyen und die Europäische Union wegen der Festnahme eines Schweizers überworfen hatten.
Max Göldi war 2008 unter einem Vorwand verhaftet worden, augenscheinlich eine Vergeltungsmaßnahme für die zuvor erfolgte Festnahme des Gaddafi-Sohnes Hannibal in der Schweiz.
Der ganze Bericht:
http://www.welt.de/die-welt/reise/article8628168/Urlaub-in-Gaddafis-Reich.html